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Prof. Moshe Ahrend, z’l

November 26, 2008

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Last week, Prof. Moshe Ahrend passed away. I think I have met few people as impressive as Prof. Ahrend, or Dod Moshe, as I knew him. He was a tremendous scholar, but more than his intellectual brilliance, the people who knew him will first and foremost remember him for his unparalleled humility. I don’t think I have ever met another person who always played down his own importance and made his fellow feel respected and appreciated. The word “loss” is ubiquitous at eulogies and obituaries, but for me personally, it almost never rang as true as now. The world has really lost a great man.

For those who read German, Ashkenews is proud to present an obituary by a very distinguished guest blogger, Prof. Ahrend’s nephew and my father Prof. Dr. Yizhak Ahren:

Schwimmen gegen zwei Ströme

Der aus Frankfurt am Main stammende Bibelforscher Mosche (Max Wolfgang) Ahrend ist in Jerusalem im Alter von 82 Jahren gestorben. Der allseits beliebte Hochschullehrer war ein äußerst bescheidener, freundlicher und hilfsbereiter Mensch.

Ahrend, der an der Bar-Ilan Universität Pädagogik lehrte, hat das Konzept von Tora im Derech Eretz (Tora verbunden mit allgemeiner Bildung) in vorbildlicher Weise vorgelebt. Tiefe altjüdische Frömmigkeit und die Haltung eines modernen Akademikers waren bei ihm harmonisch ineinander verschränkt. Er plädierte für eine jüdische Erziehung zum Schwimmen gegen zwei Ströme – gegen den Strom einer militanten Religionsfeindschaft sowie gegen den Strom einer fanatischen Gegnerschaft zu jeder weltlichen Bildung.

Eine Autobiographie hat Ahrend zwar nicht verfasst, wohl aber hat er die abenteuerliche Geschichte seines Überlebens in der Nazizeit in einem Interview für das Archiv von  Yad Vashem geschildert. Den Menschen, die dem Jugendlichen  auf der Flucht in Frankreich und in der Schweiz von 1938 bis 1945 geholfen haben, war Ahrend lebenslänglich dankbar.

In der beeindruckenden Festschrift, die Ahrend 1996 zum 70. Geburtstag überreicht wurde, findet man, wie in solchen Veröffentlichungen üblich, ein Verzeichnis seiner Schriften; diese lange Liste dokumentiert die Vielseitigkeit seiner  Interessen und die Breite seines Wissens. Hier seien nur die Hauptwerke genannt. Zusammen mit seiner berühmten Lehrerin Nechama Leibowitz hat Ahrend ein zweibändiges Werk über Raschis Tora-Erklärungen veröffentlicht. Seine Edition des Kommentars von Rabbi Joseph Kara zum Buch Hiob wurde von Fachleuten gelobt. Von bleibender Bedeutung sind auch Ahrends Bücher über die jüdische Erziehung in einer offenen Gesellschaft; er diskutierte Probleme des jüdischen Religionsunterrichtes und entwickelte Richtlinien für Bibelstudien. Erwähnenswert ist, dass Ahrend , der einige Jahre in Frankreich gelebt hat, 1976 eine populär gehaltene Einführung in das Judentum in französischer Sprache geschrieben hat, die sich heute noch grosser Beliebtheit erfreut.

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One comment

  1. Mein Beileid.



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